19 Dezember 2005

Schwerhörigkeit bei schlechter Gestellten verbreitetet

In Armut lebende Familien haben ein höheres Risiko, schwerhörige Kinder zu bekommen. Die Anzahl der Kinder, die mit Hörverlust zur Welt kommen ist bei armen Familien ungefähr vier Mal größer als bei gut gestellten Familien, so eine schottische Studie an 105.000 Kindern.
Schwerhörigkeit bei schlechter Gestellten verbreitetet

Die Kinder wurden in sieben verschiedene sozioökonomische Gruppen eingeteilt. Es wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen Armut und angeborenem Hörverlust festgestellt. In der niedrigsten Einkommensgruppe kamen 1,72 von 1.000 Kindern mit Hörverlust zur Welt. In der höchsten Einkommensgruppe kamen nur 0,47 von 1.000 Kindern mit Hörverlust zur Welt.

Die Forscher haben zwei mögliche Erklärungen dafür. Bei Familien mit niedrigem Einkommen kommen Kinder häufiger zu früh auf die Welt und haben ein niedriges Geburtsgewicht. Die nachfolgende Behandlung dieser Kinder kann einen negativen Einfluss auf ihr Gehör haben.

Kinder in armen Familien können auch ein erhöhtes Risiko von angeborenem Hörverlust haben, weil Hörschäden in armen Familien stärker vorherrschen.

Die Entdeckung von Hörverlust bei den Kindern und das Alter, in dem sie ihre ersten Hörgeräte bekommen unterscheidet sich bei den verschiedenen sozioökonomischen Gruppen nicht.

Die Forscher der Studie empfahlen, dass Serviceeinrichtungen für Hörgeschädigte besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse schlechter gestellter Familien richten sollten.

Quelle: Is deafness a disease of poverty? The association between socio-economic deprivation and congenital hearing impairment, International Journal of Audiology

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