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04 Dezember 2018

Sieben von zehn Kindergärtnerinnen haben Hörprobleme

Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen haben Kindergärtner ein höheres Risiko, Hörprobleme zu entwickeln.

Sieben von zehn Kindergärtnerinnen haben Hörprobleme

Eine schwedische Studie zeigt, dass sieben von zehn Erzieherinnen von Hörproblemen betroffen sind.

Lärm ist ein immenses Problem

Laut der Studie erleben 39 % der schwedischen Kindergärtnerinnen mindestens einmal wöchentlich Unbehagen oder Schmerzen in ihren Ohren. Diese werden durch alltägliche Geräusche an ihrer Arbeitsstelle hervorgerufen. Insgesamt bemerken Kindergärtnerinnen erste Anzeichen von Hörproblemen zu einem früheren Zeitpunkt in ihrem Leben als Frauen, die anderen Berufsgruppen angehören.

Die Studie zeigte, dass für Erzieherinnen ein mehr als doppelt so hohes Risiko besteht, eine lärmbedingte Hörermüdung, eine Hyperakusis oder eine Einschränkung des Sprachverständnisses zu entwickeln. Ganze 71 % der Erzieherinnen erlebten am Arbeitsplatz eine lärmbedingte Hörermüdung, die es ihnen unmöglich machte Radio zu hören und bei 46 % der Befragten eine Verschlechterung des Sprachverständnisses mit sich führte.

„Kindergärtner sind einem viel höheren Erkrankungsrisiko ausgesetzt als Berufsgruppen, die an Arbeitsplätzen mit einem vergleichbaren Lärmpegel tätig sind. Die Symptome können durch die laute Umgebung hervorgerufen werden. Darüber hinaus ist es gleichzeitig sehr schwierig im Kindergarten einen Gehörschutz zu benutzen”, so die Autorin der Studie Sofie Frederiksson, die an der Sahlgrenska Akademie der Universität zu Göteborg in Sweden tätig ist.

Zur Studie

An der Studie nahmen 4718 Erzieherinnen teil, deren Daten mit denen von 4122 Frauen aus der schwedischen Bevölkerung verglichen wurden. Alle waren zwischen 22 und 63 Jahren alt. Im Rahmen der Studie beantworteten alle Teilnehmerinnen einen Fragebogen und durchliefen einen typischen klinischen Hörtest.

Die Studie wurde unter dem Titel “Hearing-related symptoms among women Occurrence and risk in relation to occupational noise and stressful working conditions” im Mai 2018 vom Fachbereich für Öffentliche Gesundheit und Sozialmedizin am medizinischen Institut der Universität zu Göteborg veröffentlicht.

Quellen: www.hdl.handle.net undwww.gulfnews.com

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