29 Juli 2013

Training kann Hörvermögen schwerhöriger Kinder verbessern

Auditive Trainingsprogramme können das Hörvermögen schwerhöriger Kinder bei lauten Hintergrundgeräuschen um etwa 50% steigern. Dies hat eine Untersuchung ergeben.

In einer Studie verbesserte sich das Verständnis von Geräuschen bei lautem hintergrund bei 24 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 17 um 50%- Diese Steigerung des Verständnisses erfolgte nach sieben einstündigen auditiven Trainingseinheiten, die im Laufe von drei Wochen besucht wurden.

Langzeitliche Verbesserung

Laut der University of Washington, sind dies die ersten Ergebnisse, den positiven Effekt des Hörtrainings bei Kindern dokumentieren. Darüber hinaus war das verbesserte Verständnis durch das auditive Training bei den meisten Kindern auch noch drei Monaten nach dem Training nachweisbar.

"Diese Ergebnisse sind besser als ich erwartet hatte. Ich bin meine Statistiken mindestens vier oder fünf Mal durchgegangen, um sicherzustellen, dass unsere Ergebnisse richtig sind. Und sie sind es“, so Jessica Sullivan, Hauptautor und Professorin für Sprach- und Hör-Wissenschaften an der Universität in Washington.

"Die Tatsache, dass die Versbesserungen nachhaltig sind, ist ein wirklich wichtiges Ergebnis. Es zeigt, dass neue Hör- und Zuhör-Strategien entwickelt worden, um Gesprochenes trotz Hintergrundlärm erkennen zu können", erklärt Sullivan weiter.

Lernen, wie man Hintergrundgeräusche herausfiltert

Menschen, die unter Hörverlust leiden, verarbeiten auditive Informationen in der Regel schlechter und langsamer.

Das Hauptziel der Studie war es daher, das Gehirn der Kinder so zu trainieren, dass zu Hintergrundgeräusche besser herausfiltern und dadurch eine Verbesserung des Hörverständnisses zu erreichen.

Im Rahmen der Studie wurden den Kinder Sätze wie "Wir sahen zwei Braunbären" oder "Großmutter gab Bob rote Bohnen", vorgespielt, dessen Verständnis durch Geräusche, ähnlich wie in einem lauten Klassenzimmer, erschwert wurden.

Weiterhin erhöhten die  Forscher die Lautstärke der Störgeräusche und die Anzahl der Wörter in den Sätzen. und die Geschwindigkeit, mit der gesprochen wurde

Mehr Forschung erforderlich

Weitere Untersuchungen werden benötigt, um herauszufinden, ob das Training auch bei Erwachsenen oder Cochlea-Implantat-Trägern  positive Effekte hat.
Außerdem müssen andere Arten von Lärm, einschließlich echter Hintergrundgeräusche in einer natürlichen Umgebung  getestet werden, um die Effektivität der Therapie zu Untersuchen.

Quelle: http://www.washington.edu

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