19 April 2017

Unbehandelte Schwerhörigkeit kann Depression verursachen - Hörgeräte und Cochlea-Implantate wirken dem entgegen

Schwerhörige Menschen mit Depression erleben eine deutliche Verbesserung der Symptome nach der Behandlung mit Hörgerät oder Cochlea-Implantate. Das hat eine Studie ergeben.

Hörverlust ist bei älteren Menschen weit verbreitet und wirkt sich auf die allgemeine körperliche und geistige Gesundheit der Betroffenen aus. Vor allem Menschen unter 70 Jahren haben ein höheres Risiko für eine Depression.

Um den Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Hörgerät oder einem Cochlea-Implantate und einer Depression bei älteren Menschen zu untersuchen, haben Forscher der Johns Hopkins University, Universität von Oklahoma College of Medicine und Drexel University, USA die Daten von 113 Probenden im Alter von 50 Jahren oder älter ausgewertet.

Besseres Hören hilft

Die Teilnehmer erhielten entweder ein Hörgerät (63 Teilnehmer) oder ein Cochlea-Implantat (50 Teilnehmer). Außerdem wurden ihre depressiven Symptome mit der Geriatrischen Depression Skala (GDS) gemessen.

Nach sechs Monaten mit Hörgerät oder Cochlea-Implantat sank der GDS-Score um 28% bei den Hörgerätebenutzern und um 31% bei Probenden mit Cochlea-Implantat.

Hörverlust im Zusammenhang mit Depressionen

Eine frühere Studie, die sich auf den Daten der US National Health and Nutrition Examination Survey beruht, hatte ergeben, dass Hörverlust mit Depressionen in Verbindung steht und dass vor allem Frauen unter 70 Jahren betroffen sind.

Linderung der Symptome

Die Studie gibt Hoffnung, dass ältere Schwerhörige mit depressiven Symptomen eine Linderung der Depressions-Symptome erfahren, wenn sie eine Behandlung mit Hörgerät oder Cochlea Implantat beginnen.

Die Studie wurde in der JAMA Otolaryngology Head & Neck Chirurgie veröffentlicht.

Quelle: www.archotol.jamanetwork.com und www.hearinghealthmatters.org

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