16 Dezember 2004

Verkehrslärm kann zu frühem Tod führen

Lärm schädigt sowohl die Ohren als auch die Gesundheit der Menschen. Lebt man in Gegenden mit viel Verkehrslärm, riskiert man Herzprobleme und Bluthochdruck. Lärm kann sogar zu einem frühen Tod führen.

So das Ergebnis einer dänischen Studie, die auf internationalen Zahlen basiert und in der dänischen Zeitung "Politiken" zitiert wurde.

"Verkehrslärm hat vor allem nachts einen negativen Einfluss auf den Blutdruck und das Herz, besonders wenn man bei offenen Fenstern schläft. Man wacht häufig auf und gelangt nicht in einen koninuierlichen Tiefschlaf, und das hat, genau wie Nachtarbeit, einen abträglichen Effekt auf die Gesundheit," so Søren Peter Lund, Senior-Forscher am dänischen Arbeitsumfeld-Institut, das hinter der Studie steht.

Verkehrslärm verursacht in Dänemark zwischen 800 und 2200 Krankenhauseinweisungen wegen Bluthochdruck und Herzproblemen. Verkehrslärm wird vom Arbeitsumfeld-Institut als Ursache von 200-500 Fällen von frühzeitigem Tod eingeschätzt.

Laut einer Erhebung von Mads Paabøl Jensen, Wirtschaftsexperte bei "Cowi Consult" werden die jährlichen Kosten von Tod und Krankheit, verursacht durch Verkehrslärm, in Dänemark auf rund 1,8 bis 5,1 Milliarden DKK geschätzt.

Die Studie zeigt, dass die Erkrankungsgefahr mit jeder Erhöhung des Lärmpegels um 5 dB ganze 9 Prozent steigt. Mads Paabøl Jensen zu Politiken: "Es kann keinen Zweifel daran geben, dass es sich für die Gesellschaft lohnen würde, etwas gegen dieses Problem zu unternehmen."

Quelle: Politiken, 22.10.04

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