20 Juli 2018

Viele Eltern missverstehen Warnsignale einer Schwerhörigkeit bei ihren Kindern

Viele Eltern sind sich der Warnsignale, die auf eine Schwerhörigkeit hinweisen, nicht bewusst. Laut einer amerikanischen Studie warten viele Eltern zu lange, bis sie etwas unternehmen, wenn sie endlich Symptome einer Schwerhörigkeit erkannt haben.

Laut einer amerikanischen Studie erleben 46 % der Audiologen und Logopäden in den USA, dass Eltern im Allgemeinen ahnungslos sind, wenn es zum Erkennen der Warnsignale einer Schwerhörigkeit bei ihren Kindern kommt.

Eltern warten zu lange

Laut der Studie haben fast 40 % der Audiologen und rund 30 % der Logopäden in den USA erlebt, dass die allgemeinen Symptome von Schwerhörigkeit bei Kindern über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr unentdeckt bleiben. Obwohl fast 60 % der Audiologen und Logopäden unterstrichen, dass ihre Patienten sich der Bedeutung der Früherkennung von Stimm-, Sprach- und Hörproblemen durchaus bewusst sind, meinen 40 % der Audiologen und Logopäden, dass von der Erkennung der Warnsignale bis zum Unternehmen der ersten Handlungsschritte durchschnittlich sechs Monate bis ein Jahr vergehen.

„In den ersten sieben Lebensjahren befindet sich das Kind in einer kritischen Entwicklungsphase. Verpassen Sie diese kritische Phase der Sprachentwicklung, wird Ihr Kind langfristige Sprach- und Sprechstörungen haben, die bis ins Erwachsenenalter anhalten können“, sagt Dr. Desjardins, der als Professor an der Universität zu Texas El Paso (UTEP) in den Vereinigten Staaten arbeitet.

Sowohl Audiologen als auch Logopäden sind der Meinung, dass eine mangelnde Wahrnehmung durch die Eltern das größte Hindernis bei der Früherkennung von Kommunikationsstörungen bei Kindern ist. Insgesamt führten rund 35 % der Audiologen und 47 % der Logopäden dies als Hauptgrund, weshalb viele Eltern die Symptome bei ihren Kindern nicht früher erkennen, an.

Zur Studie

Die Studie basiert auf einer Internetumfrage, welche im Jahr 2018 an eine zufällige Stichprobe von Audiologen und Logopäden gesendet wurde. Die Audiologen und Logopäden waren alle von der American Speech Language Hearing Association zertifiziert. Auf den Fragebogen haben rund 1121 Teilnehmer geantwortet.

Quelle: “ASHA Early Detection Poll Results” und www.ktsm.com

 

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