20 Juni 2006

Weltmeister im Hören

Spannende Spiele, heiße Debatten, Torjubel - das Großereignis Fußball-WM stellt nicht nur Torschützen wie Ballack oder Ronaldinho auf eine harte Bewährungsprobe. Wer ein WM-Spiel im Stadion besucht, sollte neben der Fanausrüstung auch an sein Gehör denken und Ohrstöpsel benutzen.
Weltmeister im Hören

Der Lärm in einem Fußballstadion kann zur ernsten Gefahr für Ihr Gehör werden. Burkhard Mathiak, Sprecher des deutschen Fußballvereins Schalke 04 hat die Lärmpegel im Stadion gemessen.

„Die Atmosphäre und die Lautstärke bei einem Torerfolg liegen in der Größenordnung wie beim Start eines Düsenjets“, so Mathiak.

Der Torschrei in einem Fußballstadion hat etwa den gleichen Lärmpegel wie eine Diskothek: ca. 110 Dezibel. Fanausrüstung wie die Tröten erreichen sogar erschreckende 130 Dezibel. Obwohl diese mittlerweile verboten sind, werden sie in den Fankurven noch häufig benutzt und gefährden das Gehör der umstehenden Menschen. Dasselbe gilt für Lärmquellen wie Trillerpfeife, Rauchbombe oder Megaphon. Diese können einen sofortigen Hörschaden auslösen.

Keine Vorschriften

Anders als im Industriegewerbe gibt es bei Sportveranstaltungen keine Lärmvorschriften. In unserer Freizeit setzen wir uns häufig freiwillig enormen Lärmpegeln aus ohne darüber nachzudenken und trotzdem geraten wir in Verzückung.

„Je nachdem, welche Gefühle wir mit dem Gehörten verbinden, empfinden wir Behagen oder Stress. So empfindet ein Besucher die Begeisterungswelle in einem Fußballstadion nicht als belästigend, obwohl sie ohrenbetäubend ist“, so HNO-Arzt Dr. Hans-Heinrich Grübmeyer aus Neustadt.

Doch das sollte niemanden glauben lassen, der Lärm sei harmlos. Dr. Grübmeyer empfiehlt allen WM-Fans: „Benutzen Sie im Stadion unbedingt Ohrstöpsel.“

Auch zu Hause ist es wichtig, einige einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen zu beachten:

  • Stellen Sie Ihr TV-Gerät auf Zimmerlautstärke und überprüfen Sie, ob Sie alles einwandfrei hören und verstehen können.
  • Verbessern Sie die Akustik in Ihrem Wohnzimmer: Teppiche, Vorhänge, Gardinen oder auch Pflanzen wirken dämpfend und reduzieren Störschall.
  • Vermeiden Sie zusätzliche Lärmquellen, etwa durch Straßenverkehr oder Haushaltsgeräte.
  • Und gönnen Sie Ihren Ohren zwischendurch Ruhe, damit Ihr Gehör auch noch beim WM-Finale am 9. Juli 2006 fit ist.

Quelle:

www.schalke04.de;

www.gesundheitpro.de;

www.forumbesserhoeren.de, 8. Juni 2006

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