20 Juli 2021

Weltweit kostet Schwerhörigkeit fast eine Billion Dollars

Schwerhörigkeit verursacht weltweit insgesamt Kosten von mehr als 981 Milliarden Dollars. Dies zeigt eine aktuelle Studie.
Weltweit kostet Schwerhörigkeit fast eine Billion Dollars

Eine neue Studie schätzt die weltweiten wirtschaftlichen Gesamtkosten von Hörverlust auf mehr als 981 Milliarden Internationale Dollars.

Rund 57 % dieser Summe fallen außerhalb der einkommensstarken Länder an, wobei die ostasiatische Region für ganze 23 % der Kosten steht.

Obwohl Kinder nur 4,4 % der Schwerhörigen ausmachen, verursachen sie laut der Studie 6,5 % der Gesamtkosten.

Gemäß den Forschern werden weltweit 83 % der Fälle nicht erfasst, da nur rund 17 % der Schwerhörigen ihren Hörverlust mit beispielsweise Hörgeräten oder Implantaten behandeln.

Darüber hinaus schreiben die Verfasser, dass die Kostenschätzungen zwar erheblich, jedoch immer noch vorsichtig sind.

Die Kosten

In der Studie machte der wirtschaftliche Wert der verlorenen Lebensqualität im Jahr 2019 bereits 47 % der Gesamtkosten aus.

Insgesamt kamen die überhöhten Ausgaben, die durch die Gesundheitsversorgung bei Hörproblemen entstanden, schon 2019 für 32 % der weltweiten Gesamtkosten auf.

19 % der Kosten machte dabei der Produktivitätsverlust aller vollzeit- bzw. nahezu vollzeitbeschäftigten Erwachsenen mit einem mittelgradigen Hörverlust in allen Ländern und Regionen aus.

Die restlichen 2-3 % der Gesamtkosten entstanden durch zusätzliche Ausgaben für Bildung und Unterricht. Die Mehrkosten fielen aufgrund der Hörbeeinträchtigung an.

Zukunftsaussichten

Angesichts der Tatsache, dass die Häufigkeit von Hörminderungen in den kommenden Jahren erheblich zunehmen wird, ist es laut den Forschern sehr wahrscheinlich, dass die damit verbundenen wirtschaftlichen Kosten proportional weiter zunehmen werden.

Mit einer im Rahmen der Studie durchgeführten Szenarienanalyse zeigten die Forscher, dass eine Verringerung der globalen Prävalenz um bloß 5 % die Kosten um insgesamt 49 Milliarden Dollars verringern würde.

Zur Studie

Die Forscher nutzten Daten der „Global Burden of Disease”-Studie aus dem Jahr 2019. Zusätzlich wurden mit Schwerhörigkeit in Verbindung stehende Gesundheitsversorgungskosten, Mehrkosten für Bildung sowie der Produktivitätsverlust und gesellschaftliche Kosten durch den Verlust der Lebensqualität ermittelt. Alle Mehrkosten wurden im Jahr 2019 erfasst und anhand der Kaufkraftparität (KKP) des Internationalen Dollars ermessen.

Der Artikel wurde unter dem Titel „Estimating the global costs of hearing loss” in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift International Journal of Audiology veröffentlicht.

Quellen: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov sowie das International Journal of Audiology.

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