18 April 2016

WHO: 60% der Fälle von Schwerhörigkeit bei Kindern könnten verhindert werden

Laut der Weltgesundheitsorganisation leben fast 32 Millionen Kinder weltweit mit einer Schwerhörigkeit.

Ein WHO-Bericht (Childhood hearing loss: act now, here’s how) beschreibt, dass 60% Fälle von Schwerhörigkeit bei Kindern verhindert werden könnten. Der Bericht unterstreicht außerdem, dass bei einer frühen Diagnose und einer entsprechenden Behandlung die Entwicklung der betroffenen Kinder gesichert werden kann.

„Ein Kind das Schwierigkeiten mit dem Hören hat, kann auch Schwierigkeiten mit dem Sprechen lernen haben. Es kann auch Schwierigkeiten mit den schulischen Leistungen haben und sogar sozial isoliert werden.", so Dr. Etienne Krug, Leiter der WHO-Abteilung für nichtübertragbare Krankheiten, Behinderung, Gewalt und zur Verletzungsvorbeugung.

„Aber das muss nicht sein. Wir haben eine Reihe von Werkzeugen zur Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Schwerhörigkeit bei Kindern.", erklärt er weiter.

Ursachen von Hörverlust bei Kindern

Es gibt viele Ursachen von Schwerhörigkeit bei Kindern. Die WHO schätzt, dass 40% auf genetische Ursachen zurückzuführen sind. 31% sind auf Infektionen wie Masern, Mumps, Röteln und Meningitis zurückzuführen und 17% sind die Folgen von Komplikationen bei der Geburt, einschließlich einer Frühgeburt, ein niedriges Geburtsgewicht und Gelbsucht bei Neugeborenen. Darüber hinaus schätzt die WHO, dass 4% der Fälle von Schwerhörigkeit auf eine unwissentliche Schädigung durch Medikamenteneinennahme der Mutter zurückzuführen sind.

Vorbeugung von Schwerhörigkeit bei Kindern

Um Schwerhörigkeit bei Kindern vorzubeugen, sind Impfungen sowie der Zugang zu bestimmten Medikament und der Schutz vor hoher Geräuschbelastung ausschlaggebend.

Folgende Einsatzbereiche schlägt die WHO vor:

  • Früherkennung von Kindern mit Hörverlust
  • Bereitstellung von Hörgeräten und Kommunikationstherapien für Kinder mit Hörverlust
  • Training im Bereich Hörvorsorge in den Gesundheitsberufen
  • Die Sensibilisierung für Ohr und Gehörschutz

Der Bericht der WHO enthält Fallstudien aus Kambodscha, Kanada, Thailand, Uganda, UK, Vietnam und den USA.

Quelle: www.who.int

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