17 September 2019

WHO: Schwerhörigkeit begünstigt den Abbau kognitiver Fähigkeiten und Demenz

Die Weltgesundheitsorganisation hat Leitlinien zur Verhinderung des kognitiven Abbaus und Demenz veröffentlicht. Schwerhörigkeit erhöht laut der WHO das Risiko einer Demenzerkrankung.

Im Mai 2019 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die „Leitlinien zur Verringerung des Risikos eines Abbaus der kognitiven Fähigkeiten und einer Demenzerkrankung” veröffentlicht.

In den Leitlinien wird die Behandlung von Schwerhörigkeit als eine von zwölf Empfehlungen zur Verringerung des Risikos eines Abbaus der kognitiven Fähigkeiten und Demenzerkrankungen genannt. Mehrere wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren einen Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit, kognitivem Verfall und Demenz belegt.

Zusätzlich zur Behandlung von Hörbeeinträchtigungen empfiehlt die WHO:

  • regelmäßige körperliche Betätigung
  • Verzicht auf das Rauchen
  • gesunde Ernährung
  • Behandlung von Alkoholproblemen
  • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
  • gemeinschaftliche Aktivitäten
  • Behandlung von Gewichtsproblemen
  • Behandlung von Bluthochdruck
  • Behandlung von Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit”)
  • Behandlung von Fettstoffwechselstörungen („Dyslipidämie“)
  • Behandlung von Depressionserkrankungen

Demenz - ein weltweites Gesundheitsproblem

Demenz ist ein schwerwiegendes, weltweites Gesundheitsproblem. Die WHO schreibt im Vorwort der Richtlinien:

„Demenz ist ein schnell wachsendes öffentliches Gesundheitsproblem, von dem weltweit rund 50 Millionen Menschen betroffen sind. Mit schätzungsweise 10 Millionen Neuerkrankungen im Jahr wird sich die Zahl der Betroffenen im Jahre 2050 verdreifacht haben. Da es immer noch keine Heilung für Demenzerkrankungen gibt, kann eine vorbeugende Behandlung der Verhaltensweisen, die ein Erkrankungsrisiko begünstigen, den Ausbruch der Krankheit verzögern oder das Fortschreiten verlangsamen.”

Lesen Sie hier die WHO Leitlinien zur Verringerung des Risikos eines Abbaus der kognitiven Fähigkeiten und einer Demenzerkrankung:

Quellen: www.medicalnewstoday.com und www.who.int

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