Wie QALY und Kosten gemessen werden

Um Veränderungen der Lebensqualität im Verhältnis zu den Behandlungskosten messen zu können, braucht man genaue Richtlinien. Bei der Bewertung müssen sämtliche Behandlungskosten mit einbezogen werden.

Die Erhebung ist sehr schwierig und es ist fast unmöglich, bei diesem Verfahren genaue Zahlen zu ermitteln. QALY ist ein Maß, dass immerhin annähernd an genaue Ergebnisse heranreicht. Es wird in der Medizin benutzt und gilt als international anerkannte Standardrichtlinie.
Beim QALY-Maß werden sowohl Qualität als auch Quantität berücksichtigt. Hierbei entspricht ein Jahr bei gesundheitlich tadelloser Lebenserwartung dem Wert 1. Verläuft ein Lebensjahr nicht 100 %-ig perfekt, wird der Wert je nach Qualität des entsprechenden Jahres zwischen 0 und 1 gesetzt. Der Todesfall wird mit 0 beziffert.

Wird die Lebenserwartung auf Grund einer Behandlung um 4 Jahre verlängert, wird jedem Jahr ein Qualitätswert von 0,6 zugefügt. Danach lautet das Endergebnis 2,4. Wird nicht behandelt, lebt die Person 1 Jahr mit dem Qualitätswert 0,4, woraus sich ein Endergebnis von 0,4 ergibt. Die Differenz zwischen den Werten 2,0 (2,4-0,4) wird als Behandlungs-QUALY bezeichnet.

Bei der Ausgabenberechnung müssen sämtliche Kosten vom ersten Hausarztbesuch bis zur letzten medikamentösen Verabreichung berücksichtigt werden. Zur Ermittlung der Verhältniszahl Kosten/QUALY müssen die Gesamtkosten durch die QUALY-Zahl geteilt werden. Belaufen sich die Gesamtkosten beispielsweise auf 80.000 Euro, dann entspräche die Verhältniszahl Kosten/QUALY dem Betrag 80.000 geteilt durch 2,0, d. h. 40.000 Euro.